Klangtuning - Mehr rausholen
Die Komponenten sind angeschafft, die HiFi-Anlage steht. Doch als echter Hobbyist möchte man natürlich das Beste rausholen. Hier ein paar Tipps, wie das gelingen kann, ohne gleich ein Vermögen investieren zu müssen. Autor: Lothar Brandt, HiFi- und Musikautor
Lautsprecher-Aufstellung
Der wichtigste, wirkungsstärkste und dazu meist auch noch preiswerteste Tipp betrifft die richtige Aufstellung der Lautsprecher in Ihrem Hörraum, Musik- oder Wohnzimmer. Denn wie ein Lautsprecher klingt, hängt nie allein von ihm selbst ab, sondern immer von dem Zusammenspiel des Schallwandlers mit dem ihn umgebenden Raum. Keiner von uns Normalsterblichen kann einen Lautsprecher in einem „schalltoten“ Raum hören. Und wenn, dann wäre es eine sehr unangenehme, weil völlig unnatürliche Situation.
Wir haben an dieser Stelle schon einen kompletten Blog dem komplexen Thema Lautsprecher-Aufstellung gewidmet, deshalb hier noch einmal die Basics kurz zusammengefasst.
- Die wenigsten Standlautsprecher sind für eine Aufstellung in der Zimmer-Ecke konzipiert. Dort werden Bässe um bis das Dreifache verstärkt. Dröhnen droht. Deshalb: Standlautsprecher wenn möglich, mindestens 30, besser: 60 Zentimeter von den Ecken weg aufstellen. Auch zur Rückwand mindestes 30 Zentimeter Platz lassen.
- Kompakt- oder Regallautsprecher klingen auch meist "frei" aufgestellt besser, die wenigsten tönen (wie früher einmal) in einem Bücherregal eingepfercht gut. Der Zuberhörmarkt oder Ihr HiFi-Händler bietet meist entsprechende Ständer für Kompaktlautsprecher an.
- Die Lautsprecher auch bitte nicht hinter Vorhängen "verschwinden" lassen.
- Stelle beide Stereo-Lautsprecher möglichst in gleichem Abstand zu deinem Hörplatz auf, du solltest freie Sicht auf die Fronten haben.
- Wenn eigentlich in die Mitte abgemischte Stimmen beim Hören "wandern", winkele die Lautsprecher zu Ihrem Hörplatz (stärker) ein.
- Wenn es am Hörplatz dröhnt, sind wahrscheinlich die lästigen Raum-Moden im Spiel. Variiere die Abstände und Positionen von Lautsprechern und Hörplatz. Manchmal bringt es sogar etwas, von der langen auf die kurze Strecke im rechteckigen Raum zu gehen.
- Stelle die Lautsprecher in ähnliche, möglichst gleiche Umgebung. Also nicht einen ganz frei und den anderen eingepfercht.
Mein Fazit
Am Ende bleibt festzuhalten: Klangtuning ist keine Geheimwissenschaft, sondern ein spannendes Feld, in dem sich technisches Verständnis, Neugier und Hörfreude auf ideale Weise verbinden. Schon mit wenigen, gezielten Maßnahmen lässt sich erstaunlich viel aus einer Anlage herausholen – ganz ohne Voodoo oder High-End-Esoterik. Entscheidend ist, die eigenen Ohren zu schulen, bewusst hinzuhören und kleine Veränderungen geduldig zu erproben. Oft sind es gerade die unscheinbaren Details, die den Unterschied machen – und genau das ist ja das Schöne an unserem Hobby.
Klangtuning - Mehr rausholen
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